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Ausstellung - Kornelia Thümmel

DASEIN

Ausstellung vom 13.03.2016 - 30.04.2017
GALERIE LATERNE Karl-Liebknecht-Str. 19 - 09111 Chemnitz
Geöffnet: Mo bis Fr von 10 - 16 Uhr

Vernissage am 13.03.2017 19.30 Uhr
Veranstaltet vom Kunstverein Laterne e.V.
Laudatio: Hans Brinkmann, Musik: Silver City Duo

PASTIK und SKULPTUR

Auszug aus dem Katalogtext

Laterne: Unsere nächste Ausstellung in der Galerie Laterne ist mit Kornelia Thümmel. Sie ist Bildhauerin und lebt und arbeitet in Dresden. Gezeigt werden Skulpturen und Plastiken. Unsere erste Frage ist: Wie würdest du kurz erklären, was dein zentrales Anliegen als Bildhauerin ist? Was würdest du sagen, wenn du das spontan rüberbringen willst?

Kornelia Thümmel: Im Zentrum steht die menschliche Figur, und zwar nicht der heile, der komplette Mensch, sondern der Mensch, der verletzbar ist. Das interessiert mich, das finde ich spannend und das nehme ich zum Anlass für meine Arbeit.

Laterne: Um das alles besser zu verstehen, wollen wir uns mal etwas rantasten. Begonnen hat alles mit einer Krankenschwesterausbildung und der Arbeit in dem Beruf. Es ist in dem Sinne auch eine Arbeit am Kürper. Für die menschliche Anatomie hat man in diesem Beruf gute Anschauungsmhöglichkeiten. Wie hast du das damals empfunden und was genau hast du gemacht?

Kornelia Thümmel: Nach der klassischen Krankenschwesterausbildung habe ich als Krankenschwester in einem Krankenhaus in Leipzig gearbeitet und später drei Jahre in einem Sterbehospiz. Leben und Vergehen spielten dort eine grosse Rolle und ich merkte, wie sich innere Befindlichkeiten, Krankheit oder Wohlsein, im Äusseren des Menschen widerspiegeln. Man sieht das innere Schicksal nach aussen projiziert. Das findet sich in meinen Arbeiten wieder, wobei ich doch eher auf das Leben als auf das Vergehen Wert lege. Aber das Leben verläuft nicht glatt, nicht ohne Sprünge und Brüche. Und das Grosse und Ganze zu finden, das ist für mich Antrieb.

Laterne: Bis zur nächsten Ausbildung waren so sieben Jahre ins Land gegangen, wieso kam dann der Wunsch und die Realisierung zu einer Holzbildhauerausbildung? Woher kam die Anregung?

Kornelia Thümmel: Ich habe meinen Beruf sehr gern ausgeübt aber es gab dann Umstände in meinem Leben, die mich überlegen liessen, was ich noch in meinem Leben machen könnte. So habe ich gekündigt und erst einmal das Abitur gemacht. Anschliessend wählte ich einen künstlerischen Weg. Ich hatte damals eine kleine Arbeit in Holz geschnitzt und merkte, dass ich am Holzschnitzen, am Dreidimensionalen Freude fand und dass mir das liegt. Also habe ich diese Freude verfolgt und Kurse dazu belegt. Eine Anregung oder Förderung von aussen gab es nicht. Es war für mich ein innerliches Wohlfühlen mit dieser Arbeit.

Laterne: Wo genau ist die Ausbildung dann erfolgt und wie kann man das rein technisch sich vorstellen? Lief das nebenher oder hauptamtlich? Was wurde gelehrt. Was hast du genau gemacht, theoretisch und praktisch?

Kornelia Thümmel: Ganz einfach war es nicht. Aufwendig ist aber eher das Nachholen des Abiturs gewesen, weil ich da neben dem Arbeiten und dem Schulbesuch auch lernen musste. Für das spätere Studium war das Abitur allerdings eine Voraussetzung. Ich habe es nur für das Studium nachgeholt, das Bildhauereistudium war mein Ziel. Die klassische Handwerksausbildung als ornamentaler Möbelschnitzer in Thüringen war sicherlich ein Impuls, diesen Weg einzuschlagen.... ( Auszug aus dem Katalog)


Vernissage: Am 13.03.2017 19.30 Uhr

Laudatio: Hans Brinkmann

Musik: Silver City Duo


Der Katalog, 64 Seiten mit zahlreichen farbigen Abbildungen der ausgestellten Arbeiten kann per e-mail (laterne19@freenet.de) für 5,00 Euro plus Versandkosten bestellt werden.

Galerie und Kunstverein LATERNE e.V.
Karl-Liebknecht-Str. 19
09111 Chemnitz

Tel.: 0371 4019727
Internet: www.galerie-laterne.de
E-Mail: Laterne19@freenet.de
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10 - 16 Uhr
andere Zeit auf Anfrage


Der Kunstverein Laterne ist Veranstalter des Projektes.
Das Ausstellungsprojekt wird durch das Kulturmanagement der Stadt Chemnitz gefördert






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