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Kunst Privat Biograhie
  Volkmar Förster
 
  • 1939 in Chemnitz geboren
  • 1964-68 Studium an der Pädagogischen Hochschule Dresden, Fachrichtung Kunsterziehung/Deutsch
  • 1968-69 Tätigkeit als Lehrer
  • 1969-70 Theatermaler in Zittau
  • 1970-75 Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden
  • 1976 Aufnahme in den VBK-DDR
  • 1981-90 freischaffend tätig
  • 1985 Übersiedlung nach Eschenbach/Vogtland
  • 1991-94 Bühnenbildner am „neuen theater“ Halle
  • ab 1994 Aufbau der Akademie LandArt in Eschenbach, Durchführung von Pleinairs und Kursen zur Bildenden Kunst
  • 1999 Eröffnung der Galerie LandArt, Mitglied im Chemnitzer Künstlerbund und Bundesverband Bildender Künstler und Künstlerinnen

    Galerie Landart


Ausstellungen - Personalausstellungen

1969 Dresden, Galerie im Hof

1984 Magdeburg, Kleine Galerie

1985 Haldensleben, Alsteinclub

1985 Zerbst, Kleine Galerie

1985 Arneburg, Kleine Galerie

1985 Bernburg, Kulturhaus

1992, Halle, Foyer, neues theater

1998 Hermsgrün, Klangscheune

1999 Halle, Galerie neues theater

1999 Chemnitz, Schauspielhaus

2000 Bad Elster, Wandelhalle

2000 Reichenbach, Neuberinhaus

2001 Mylau, Burg Mylau

2001 Auerbach, Nicolaikirche

2002 Heidelberg Galerie Melnikow

2002 Schöneck, Paracelsus-Klinik

2002 Plauen, Sparkasse

2002 Bad Elster, Paracelsus-Klinik

2003 Chemnitz, Galerie „Laterne“ e.V:

2003 Chemnitz, „Kunsthof“

2003 Blankenhain, Schloss

2003 Winterthur (Schweiz)

2003 Zeulenroda, Galerie „Hans Steger“

2004 „Die letzten Paradiese“, Zwickau, Plauen, Chemnitz

 

Ausstellungsbeteiligungen /eine Auswahl)

1975 Prag, Quadrinale

1977 Dresden, VIII. Kunstausstellung der DDR

1980 Berlin, Fernsehturm

1981 Magdeburg, Bezirkskunstausstellung des VBK DDR

1982 Dresden, IX. Kunstausstellung der DDR

1984 Brüssel, Bühnenbilder zu Goethes Werken

1984 Magdeburg, Bezikskunstausstellung

1984 Magdeburg, Städtisches Museum „Vorgänge 1“

1990 Chemnitz, 1. Chemnitzer Kunstmesse

1991 Hof, Freiheitshalle    

1996 Chemnitz, Schauspielhaus

1997 Chemnitz, 3. Chemnitzer Kunstmesse

1998 Schilbach, Europäisches Jugendbildungszentrum, Archa, (1.Preistäger)

1999 Chemnitz, Regierungspräsidium

2000 Schilbach, Europäisches Jugendbildungszentrum, Archa, (1. Preisträger)

2000 Neuensalz, Kapelle Neuensalz

2001 Dresden, Ministerium für Wirtschaft

2001 Schöneck, Bürgerhaus

2001 Netzschkau, Schloss

2002 Plauen, Galerie im Malzhaus


Der Maler

 

Das nun ist Volkmar Förster.

Wie er leibt und lebt?

Jedenfalls sieht er so aus. Das „Selbst“ zeigt das runde Gesicht mit dem weißen Schnauzbart ziemlich braungebrannt. Aber nähme man seine Farben beim Wort, bei ihrem Ton, hätte er sich ziemlich versengen lassen dort südlicher Unerbittlichkeit.

Nein, von der Sonne kommt das nicht, das kommt vom Malen.

Förster hat Theaterblut noch unverdünnt und ungefiltert in sich, der Theatermann bleibt auf alten Spuren, noch lange nicht wird er sich zur Ruhe setzen, zur Malerruhe unterm Strohhut vor die Staffelei hocken und aufregende Farben läutern. Er kann und will den Einfluss seiner Theaterjahre nicht leugnen, nicht missen. Uns so zeigt er sich denn in ganz malerischem Habit mit seinem Hut, und hier nun in diesem Selbstbildnis, hebt er die rechte Hand, als melde er sich zu Wort mit dem Malerwerkzeug, ernster Blick aus blauen Augen hinter dem Brillenzwicker. Und dies alles vor einer Landschaft, die er vulkanisch nennt. Blau hat er sie allerdings abgeschirmt, nur ein Blick – Streifen von Gestein lässt ahnen, dass er auf abgekühltem Erdfeuer sitzt, im Ferienhemd mit Ginkoblättern drauf. Alles ist da. Er sitzt wie auf seiner Bühne.

 

Er sitzt im Sachsen fest, im Vogtland, wenn es ihn nicht umtreibt. In dem kleinen Dorf Eschenbach, wo das Land schon beinahe zu Ende ist, es scheint so, als wäre dort nicht nur der Rand der Wälder, sondern auch der Welten.

Aber die Welt hält auch ihren Puls in Bewegung, was da los war im ehemaligen Dorfgasthof, uns was da los ist, vor allem, sieht alles ganz nach Welt aus, nach Försters Welt, und das muss auch heute unbedingt die Theaterwelt sein, das theatrum mundi, dem er gehört, wie wir alle.

Er aber lebt dieses Dasein bewusst in trügerischer Ruhe. Freilich, die Zeiten des Herumziehens mit dem Thespiskarren, sind vorbei, die Bühnen hier und die Podien dort sehen ihn nicht mehr agieren, weder mit Puppenspiel noch mit Szenenbildern.

Aber von dort kommt alles seiner Kunst, die Farbenstärke, die Neigung zu szenischer Komposition, der beinahe funktionale Bewegungsraum in den Bildern von Landschaft und ihrer Architektur, der Umgebung mit dekorativen Accessoires in den Figuren-Bildern. Obwohl er die Zeiten und die Auffassungen der Bühnenbildnerei und Figurinengeburten hinter sich lässt: sein Blick auf Land und Leute ist der sichere Blick des Poeten, der empfängt und sendet mit den Möglichkeiten der Ver-Dichtung. Das Bild zum Wort war jahrzehntelang sein Metier, Räume mit Bildern schaffen, Spiel initiieren, eine unersetzbare Erfahrung des Umgangs mit der Poesie.

Dort, wo er auf einem alten Regiestuhl seinen etwas abgerissenen Strohhut postiert, ist alles davon zu sehen, ein Ölbild von 2002, Stilleben und wiederum nicht.

Die Malerei von Volkmar Förster ist auf der Suche, er probiert manchmal und bleibt äußerst vielseitig. Von seinem offensichtlichen Malerfleiß ganz abgesehen: im Landschaftserlebnis findet er offenbar sofort den Charakter heraus, wenn er sich fortbegeben hat aus der vertrauten vogtländischen Umgebung. Selbst die hat sich von der Idylle der sanft bewegten Landschaft fortbewegt, in den neueren Bildern aus dem Vogtland ist alles konzentriert auf Details.

Förster faszinieren die Birkenwälder oder sogar einzelne schöne Exemplare des wundervollen Baums. Aber mehr noch geht er in die Industrielandschaft, er hat die formale und farbliche Bildwirkung der großen Ziegelbrücken entdeckt, die gemauerten Bögen, ihre roten Spiele mit dem einfallenden Licht und dessen Spektrum. Wie in romanischen Wölbungen spiegelt sich das Draußen und Drinnen. Backstein ist nicht nur ein gutes Baumaterial, für den Künstler, wie man sieht, ist es angesehenes Mal – Material. Nicht allein jene Brücken, auch die Wohnbauten in Städten und Dörfern und vor allem die Fabrikgebäude erschließt er sich als Motiv der roten Tonlage.

Die Bilder von Parklandschaften der näheren und weiteren Umgebung, vor allem die Kurorte des Vogtlandes und der benachbarten böhmischen Heilbäder, sie geben eine gewisse barocke Fülle her für die Bilder Försters, und man weiß nicht, ob diese Wirkung von den Gebäuden oder der Gestalt großer schöner Promenadenbäume, z.B. in Karlsbad kommt. Die Formate betonen jene Szenisch – perspektivische Komposition der Landschaft, in der sich der Mensch zu bewegen hat und bestens auch wandeln kann, wie auf spezielle Einladung des Malers.

In Griechenland ist es die ausgeglühte Kahlheit des Berges einerseits, die Blendende mittägliche Lichtfülle der steinernen Stadtplätze andererseits, die Förster mit fahler Farbigkeit umfasst, aber das Grün der Pinie ist Lebenszeichen vor den Häusern, hinter deren schönen Türen die Menschen – wahrscheinlich - ruhen.

In Norwegen ist Ruhe geboten, obwohl man das Leben in den Fischereihäfen mit den Booten und kleinen roten Holzhäusern sofort ahnen kann. Aber es erhebt sich dahinter der felsige Berg, der seine Kälte in sich trägt, unnahbar fast, braun getönt, kaum ist grün: Charakter der nordischen Ruhe. Dann aber entdeckt der Maler ein blühendes Apfelbäumchen vor einer Insel im Fjord und die kleine weiße Stabkirche vor dunklem Gewölk. Ist man in Norwegen, auch dann, wenn man nicht dort ist? Man ist im „Bilde“ bei Volkmar Förster, denn er gibt sich gewissermaßen der Landschaft hin, wie er sie empfindet. Er übersetzt nicht und abstrahiert nicht, er empfindet und malt aus sich heraus. Verwunderlich schon, wenn man nun annehmen sollte, der malerische Gestus detailnaher Genauigkeit beherrsche alle Bilder, bestimme eine Art Personalstil Försters, kann man gleich auch eines Besseren belehrt werden. Da wird plötzlich seine zu den Ziegelbauten zu einem allegorischen Schrecken in der „Verziegelten Landschaft“, die nur noch aus gebrannten Ziegeln formiert ist. Wie hinterschweren Gewittern wölbt sie sich, und sogar die Wolke darüber ist gemauert – oder ist es gar ein Luftschiff aus Stein? Von Menschenhand jedenfalls ist alles. Alles zu.

Nein, dieser Maler hat seine Augen offen, das sowieso. Aber er reduziert sich nicht auf so eine Art Grundanliegen oder Credo, nicht im Thema und nicht in der Malart. Technisch sucht er ohnehin Vielseitigkeit, das große Tafelbild in Öl und die Acrylmalerei auf Papier wie auf der Leinewand oder der Harten Platte, er beherrscht die Gouache und so tendiert auch das Aquarell stark zum Malerischen hin.

Es ist eher der Eindruck, dass spontanes Empfinden sogleich auch – ohne „Malplan“ – zum spontanen Ausdruck wird.

Noch bleibt er relativ verhalten im Umgang mit dem Figürlichen, besonders auf diesem Feld des künstlerischen Ausdrucks sind viele Möglichkeiten für Volkmar Förster offen.

An das „Selbst“ von 2001, wie gesagt, daran können wir uns halten wie er sich auch. Die erhobene Rechte mit dem Utensil: Achtung, hier bin ich, der Maler Volkmar Förster!

Reinhold Lindner im Mai 2003

 

Werksverzeichnis

Rauminstallationen

1983 Foyergestaltung „Kugelblitze“ Magdeburg, 10 Skulpturen

1984 Rauminstallation im Städtischen Museum Magdeburg, „Sie mit ihrem ästhetischen Scheiß“

1991 Rauminstallation, Freiheitshalle Hof „HELP“

1997 3. Chemnitzer Kunstmesse „am Ende des Weges steht immer der Teufel“

2000 Wandelhalle Bad Elster „Ikarusprojekt“

2001 Paracelsusklinik Schöneck, „Sonnenblick“, „Garten Eden“

 

Skulpturen 

1996 „Kraftwerk Natur“, Holz

1999 „Der Schönecker Moosmann“, Holz

2001 „Feuerspeiendes Meer“, Holz

2001 „Der Sündenfall“

 

Kunst am Bau

1985 Polytechnische Oberschule Grieben, (Giebelgestaltung)

1997 Gestaltung der Saunalandschaft des IFA Hotel Schöneck

2001 Gestaltung Eingangsbereich Paracelsusklinik Schöneck

2002 Burgenspielplatz, Schöneck

 

Programmheftgestaltungen

1975 „Urfaust“

1985 „Einmal noch ein Ding drehen“

1976 „Die keusche Susanne“

1977 „Kismet“

1994 „Vom Drumrum“

1998 „Die feuerrote Blume“

 

Plakate

1978 „Eugen Onegin“, Theater

1997 „Der Frieden“, Theater

1981 Jazz und malerische Improvisation

1982 „Und es bewegt sich doch“, Kabarett

1986 „Der Fischer und seine Frau“, Puppentheater

1987 „Rumpelstilzchen“, Puppentheater

1995/96 „Handfest“, Dresden

1996 Leipziger Puppentheaterspektakel

1992 „Vom Drumrum“, Puppentheater der Stadt Halle

 

Buchillustration 

1997 „Brückenmännchen“ –Malbuch

1998 „Moosmännchen“ -Malbuch

2000 „Bilder im Moose“, Illustrationen zu Julius Mosen Novellen

 

Pressegrafik 

1983 Pressegrafiker der Bulletinredaktion „Theater der Zeit“

         Internationales Puppentheaterfestival Magdeburg

1984 Pressegrafiker der Bulletinredaktion „Theater der Zeit“

         INIMA Kongress Dresden

 

Bühnenbilder 

1970-1975 Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden

                   Diplom Bühnen- und Kostümbildner

1974

„Rigoletto“, G.Verdi, Theater der Stadt Plauen

1975

„Urfaust“, J.W.v.Goethe, Theater der Altmark Stendal / „Einmal noch ein Ding drehen“, Rudi Strahl, Staatstheater Schwerin / „Don Pasquale“, Donizetti, Staatstheater Schwerin

1976

„Riesenblödsinn“, Karl Valentin, Staatstheater Schwerin / „Ach es war nur die Laterne“, Julie Schrader, Staatstheater Schwerin / „Die keusche Susanne“, Jean Gilbert, Staatstheater Schwerin

1977 „Cosi fan tutte“ W.A. Mozart, Staatstheater Schwerin / „Der ältere Sohn“, a: Wampilow, Staatstheater Schwerin / „Salomé“, R. Strauss, Staatstheater Schwerin 7 „Kismet“, Wright, Forest, Theater der Stadt Magdeburg 7 „Die Physiker“, Dürrenmatt, Theater der Stadt Magdeburg

1978 „Hakins Geschichten“, Norbert Avila, Theater der Stadt Magdeburg / „Geld für Maria“, Valentin Rasputin, Theater der Stadt Magdeburg / „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“, Theater der Stadt Magdeburg / „Der Nekromat“, Ludovico Ariosto, „Fernsehen der DDR“ / „Die Acht Millionäre“, Robert Thomas, Theater der Stadt Magdeburg / „Eugen Onegin, Peter Tschaikowski, Theater der Stadt Magdeburg

1979

„Der Frieden“, Peter Hacks, Theater der Stadt Magdeburg / „Der Raub der Sabinerinnen“, Franz und Paul Schönthan, Theater der Stadt Magdeburg

1980

„Othello“, G. Verdi, Theater der Stadt Magdeburg 7 „Fisch zu viert“, M. Kohlhaase, Theater der Stadt Magdeburg / „Don Giovanni“, W.A. Mozart, Staatstheater Schwerin / „der Revisor“, N. Gogol, Landestheater Halle

1981

„Einstein“, P. Dessau, Staatstheater Schwerin / „Die Liebesaffären der Cess Mc Guire, Brian Friel, Staatsschauspiel Dresden / „Abrakadabra“, Puppentheater der Stadt Magdeburg / „Der Biberpelz“, Gerhart Hauptmann, Staatsschauspiel Dresden / „Die Prinzessin auf der Erbse“, Puppentheater der Stadt Magdeburg

1982

„Kikeriki“, San O`Casey, Staatsschauspiel Dresden

1983

„Der Aufstieg uaf den Fudschijama“, Landestheater Halle

1985

„Das Allerheiligste“, Ion Druta, Landestheater Halle / „Kokori“, Hawemann, Thalia Theater Halle / „Der kleine Prinz“, nach Exuperý, Theater der TU Magdeburg

1991

„Der Ritter vom Mirakel“, Lope de Vega, neues theater Halle / „Zwölfelf bei Nacht“, neues theater Halle

1992

„Mal oben mal unten“, Nestroy, neues theater Halle 7 „Der Geizhals“, Moliere, neues theater Halle / „Tim Taler“, James Krüss, Thalia Theater Halle / „Nickel und die 36 Gerechten“, neues theater Halle / „Café Bizarre“, Georges Courtelin, neues theater Halle

1993

„Die Zeit der Schuldlosen“, Siegfried Lenz, neues theater Halle / „Julius Cäsar“, Shakespeare, Theater Meinigen 7 „Timon von Athen“, Shakespeare, neues theater Halle / „Der Kirschgarten“, A. Tschechow, neues theater Halle / „Anatevka“, Jerry Boch, Nationaltheater Weimar

1994

„Die Räuber“, F. Schiller, neues theater Halle / „Vom Drumrum“, S. Trieder, Puppentheater Halle / „Love Letters“, A.R. Gurney, neues theater Halle

1995 „revue fatale“, neues theater Halle / „Revue 50“, P. Sodann, neues theater Halle / „Der Tanzpalast“, nach le bal, Staatsschauspiel Dresden

1996

„Haben“, Julius Hay, neues theater Halle / „Das Phantom der Operette“, Ernst Röhl, neues theater Halle / „Brückenmännchenrevue“, Kulturpalast Dresden / „Die schöne Helena“, Offenbach, neues theater Halle

1997 „Trainspotting“, Staatsschauspiel Dresden / „Tatort“, Der Tod spielt mit, Szenenbild mdr Fernsehen / „Tatort“, Musterschüler, Szenenbild mdr Fernsehen / „Tatort“, Tanz auf dem Hochseil, Szenenbild mdr Fernsehen / „Peterchens Mondfahrt“, G. von Bassewitz, Theater Eisleben

1998

„Die Richtstatt“, T. Aitmatow, Staatsschauspiel Dresden / „Tatort“, Money-Money, / „Tatort“, Auf dem Kriegspfad, Szenenbild, mdr Fernsehen 7 „Die feuerrote Blume“, Kanaurova, Städt. Theater Chemnitz

1999

„Furtwängler“, Harwood, neues theater Halle / „The Black Ryder, Theater Mecklenburg Vorpommern

2000

„Der gute Mensch von Sezuan“, Brecht, Weill, Theater Altenburg / Gera / „wie es Euch gefällt“, Shakespeare, Theater Baden-Baden / „Gretchen89ff“, Hübner, neues theater Halle / „Wie der Papst gekidnappt wurde“, neues theater Halle / „das Mondschaf und der Morgenstern“, nach Morgenstern, neues theater Halle

2001

„Kopenhagen“, M. Frayn, neues theater Halle / „Der letzte der feurigen Liebhaber“, Neil Simon, neues theater Halle

2002

„Jeda der Schneemann“, Walter, Steinmann, Gerhart-Hauptmann-Theater Zittau

2003

„Rumpelstilzchen“, nach Gebr. Grimm, Gerhart-Hauptmann-Theater Zittau

 

Puppenspiel 

1987

Vorspiel bei der Bezirkskommission für Unterhaltungskunst
Aushändigung eines Berufsausweises für Puppenspiel

1981

Jazz und malerische Improvisation (Performance mit Frank Petzold, Piano, u. Steffen Gaitzsch, Violine)
Aufführungen in fast allen Bezirkshauptstädten der DDR
Höhepunkte: UNIMA Kongreß Dresden, 1984

                                Jazztage der DDR, 1984

                                Palast der Republik, 1985

1984 „Der Fischer und seine Frau“, Förster nach Grimm

1985 „Rumpelstilzchen“, Förster nach Grimm

1986 „Die Schöne und das Tier“, Förster nach Leprince de Beaumont

 

Performance 

1987 „Malcircus“, Förster (Performance mit zwei Musikern für Kinder)

1988 „Vom Maler und vom Teufel“, Förster

1989 „Die Hochzeit“, Performance mit Manfred Hering (sax)

         zum Tag der Deutschen Einheit in Hof

1997 „Licht und Schatten“, Performance mit Frank Petzold (piano) u.

         Alexander Kalinski (viol.)

 

Höhepunkte 

1986 Erfurt Internationales Puppentheaterfestival „Die Schöne und das Tier“

 

Sämtliche Puppenspiele wurden als Tourneetheater im gesamten gebiet der DDR und nach 1989 in den alten Bundesländern gespielt.

 

Arbeiten im öffentlichen Besitz 

Technische Universität Magdeburg

Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Neue Sächsische Galerie

Stadt Schöneck

IFA Hotel Schöneck

Paracelsus Klinik Schöneck

 

Studienreisen: Griechenland, Irland, Norwegen, Frankreich, Italien, Schweiz, Spanien

 Arbeitsbereiche: Malerei, Grafik, Skulptur, Bühnenbild, Kunst am Bau

zahlreiche Personalausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen


Fragen an Volkmar Förster in der Zeitung Laterne:

Laterne: Woran arbeitest du gerade?

Volkmar Förster: Zur Zeit arbeite ich an der Zauberflöte. Die Schwierigkeit für mich einen Bühnenbildner ist, daß ich gewohnt bin szenisch zu denken, die Bilder die ich jetzt mache sind anderes. Da will ich eben zu einem großen Sinnbild kommen und habe natürlich eine ungeheure Freiheit, die ich als Bühnenbildner nie hatte.

Laterne: Ich denke gerade an einige Bilder von deinen vielen Landschaften die du gemacht hast. Unter anderem von deinen Reisen bei denen du direkt vor Ort gemalt hast, so arbeitest du jetzt nicht mehr?

Volkmar Förster: Doch, aber  ich will mich einfach mal der Figur widmen und ich versuch auch andere Zeichentechniken auszuprobieren.

Laterne: Du kommst vom Theater und wählst aus diesem Bereich ein Thema, vielleicht ist das doch etwas komplizierter, als wenn du etwas entfernteres genommen hättest.

Volkmar Förster: Das ist viel schwerer. Ich möchte aber nicht dauernd schöne Landschaften malen. Wenn du  stark abstrahierst, bleibt es ist trotzdem diese schöne Landschaft. Figur und Raum ist doch noch was anderes. Ich möchte nicht in das Illustrative abgleiten, es darf keine Illustration werden, es muß  Bild werden. Da muß man halt dran arbeiten, um eine gültige Lösung zu finden.

Laterne: Du hast ja mal viele Reisen gemacht - Studienreisen, und ich hab da sehr gestaunt, wie du da immer dein Auto zusammengepackt hast und vor Ort dann gleich gearbeitet hast. Hier haben wir jetzt paar von diesen Arbeiten da, ich glaube von Norwegen?

Volkmar Förster: Ja, die sind alle vor Ort gemacht Die ganzen Norwegen-, Irland-Bilder sind alle  vor Ort gemalt. Jetzt hab ich eine neue Technik. Ich mache vor Ort Aquarelle, und dann im Atelier die Bilder.

Laterne: Warum arbeitest du jetzt nicht mehr vor Ort?

Volkmar Förster: Das war zwar auch schön, und dabei sind Arbeiten entstanden, die eben die Spontanität haben, weil es schnell gehen muß draußen. Aber mir ist es jetzt lieber, wenn ich sie jetzt im Atelier mache – die Landschaft wird dann irgendwie geschlossener. Und parallel dazu entstehen ja dann die Fotos, Skizzen.

Ich war  in dem Schieferbruch  in Thüringen vergangenes Jahr 14 Tage. Dabei sind bemalte Schiefer entstanden. Da hat man dann diese  wunderschönen Strukturen jahrmillionen alt. Damit habe ich dann gedruckt. Das ist Wahnsinn, was da für Strukturen sich bilden. Es  kommt schon einer Radierung nahe. Da hab ich ganz viele solche Profile, sie ähneln meistens einer Tierform.

Laterne: Aber im Prinzip sind das alles Unikate. Das kannst du schlecht wiederholen.

Volkmar Förster: Doch, also kleine Auflagen kannst du machen. Ich hab, sagen wir mal, im Schnitt,  5 -6 Stück  gedruckt.

Laterne: Und was hast du als Nächstes so vor?

Volkmar Förster: Ja, also jetzt kommt der Aquarell-Kurs in der Toskana. Das geht eine Woche. Dann fahr ich aber noch entweder nach Rumänien in ein Zigeunerdorf oder ich fahr nach Süditalien, nach Andalusien oder Sizilien. Und dann bin ich  eingeladen, da ist ein großes Projekt, im Engadin.

Laterne: Aus welcher Tradition denkst du kommst du?

Volkmar Förster: Also ich denke schon, daß ich aus dem deutschen Expressionismus komme. Ich denke aber auch, daß ich irgendwo auch ein bißchen romantisch bin.




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